Hört, was die Mauern erzählen - Teil 2!
bis Uhr
Der Frühlingsmarkt vom 22.03.2026 klingt noch leise nach, Einkaufstüten ruhen in den Händen – und kaum ist der Trubel verklungen, da beginnen sie wieder zu flüstern: die alten Mauern von Obernburg am Main.
Am Freitag, 17. April 2026, um 16 Uhr hebt sich erneut der imaginäre Vorhang für eine besondere Stadtführung. Treffpunkt ist Am Oberen Tor – dort, wo Geschichte und Gegenwart einander begegnen. Und diesmal raunen Türme und Wälle von Schweden und Staatsgeheimnissen, von großen Umbrüchen und einer märchenhaft-verwickelten Haarangelegenheit.
Unter dem Titel
„Hört, was die Mauern erzählen: Wenn die Obernburger Türme erwachen… – Teil 2“
erwarten die Besucher neue Szenen, frische Gestalten und überraschende Blickwinkel auf vertraute Steine.
Wenn die Schweden vor den Toren stehen
Wir schreiben das Jahr 1631. Der lange Schatten des Dreißigjähriger Krieg fällt bis an den Main. „Die Schweden kommen!“ – ein Ruf, der einst Furcht und Ungewissheit in sich trug.
Was geschah, als fremde Soldaten die Stadt erreichten? Welche Sorgen hielten die Menschen wach? Und wie fühlt es sich an, wenn das eigene Zuhause plötzlich Teil der großen Weltgeschichte wird?
Zwischen dem Oberen Tor, den ehrwürdigen Mauern und dem Täschenturm werden diese bewegten Tage lebendig – eindrucksvoll, berührend und mit einem feinen Augenzwinkern dort, wo die Historie es erlaubt.
Ein Mann zwischen den Welten: Johannes Obernburger
Stillere, doch nicht minder spannende Töne erklingen am ehemaligen Geburtshaus von Johannes Obernburger.
Als enger Vertrauter von Kaiser Karl V wirkte er im Zentrum politischer und religiöser Umbrüche – und doch nahm sein Weg hier, in der kleinen Mainstadt, seinen Anfang.
Welche Pfade führten ihn hinaus in die große Politik? Was bedeutete es in jener Zeit, „geheimer Staatssekretär“ zu sein? Die Mauern wissen mehr, als sie preisgeben – man muss nur genau hinhören.
Rapunzel auf dem Runden Turm?
Und dann wird es – nun ja – haarig.
Am und auf dem Runden Turm entspinnt sich augenzwinkernd eine Szene rund um Rapunzel – oder, wie man hier vielleicht schmunzelnd sagt, „Rapununzel“. Ob sich tatsächlich jemand am Zopf herablässt? So viel sei verraten: Märchen und Stadtgeschichte reichen einander die Hand – überraschend, heiter und mit einem Hauch von Turmromantik.
Türme, Mauern, Weitblicke
Im zweiten Teil der Führung werden erkundet:
das Obere Tor
die historischen Befestigungen zwischen Oberem Tor und Täschenturm
der Runde Turm
sowie das ehemalige Geburtshaus von Johannes Obernburger
Wer möchte, darf den Runden Turm erklimmen und Obernburg aus luftiger Höhe betrachten. Der Rundgang selbst ist gut begehbar; für die Aufstiege gilt: Einige Stufen gehören dazu – Geschichte erschließt sich schließlich Schritt für Schritt.
Organisatorisches
Die Führung dauert etwa 90 bis 120 Minuten.
Tickets sind erhältlich unter
www.eventfrog.de
sowie per Mail an obernburgertheaterverein@yahoo.com
Mitzubringen sind Neugier, ein wenig Zeit – und die Bereitschaft, sich von alten Steinen neue Geschichten erzählen zu lassen.
Denn eines bleibt gewiss:
Einkaufen kann man immer. Doch wie oft steht man schon am Oberen Tor – und meint, das ferne Klopfen der Schweden zu hören?
Stadt Obernburg





