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Jahresrückblick 2019

18.12.2019
Jahresrückblick des 1. Bürgermeister Dietmar Fieger

Bürgermeister Dietmar FiegerJahresrückblick des 
1. Bürgermeisters

Das Wichtigste vorweg: das Jahr 2019 war ein Jahr, in dem wir zusammen viel erreicht haben und mit dem Erreichten auch zufrieden sein können.

1. Stadtverwaltung / städtische Einrichtungen

In der Stadtverwaltung im Rathaus gab es im abgelaufenen Kalenderjahr folgende personelle Veränderungen:

Neuzugänge:

·         Im Januar haben wir den 23 Jahre jungen Straßenbaumeister Simon Krug als Bauhofleiter eingestellt.

·         Seit Februar verstärkt der Tiefbauingenieur Thomas Elgert das Team des Bauamts.

·         Als Nachfolgerin von Marina Bieger ist seit August Frau Nathalie Zengel in der Kasse.

·         Seit Oktober arbeitet Frau Ilonka Markert in der Kämmerei.

·         Und Nachfolgerin unseres früheren Stadtjugendpflegers ist seit dem 1. November Frau Franca Riccio.

Um es in der Sprache des Fußballs auszudrücken: mit den genannten Wiederbesetzungen und Verstärkungen spielen wir seit langer Zeit wieder einmal fast vollzählig. In Unterzahl spielen wir nur noch auf einer Position, nämlich auf der Stelle der Geschäftsleiterin.

Mit dem persönlichen Einsatz aller städtischen Beschäftigten im Rathaus, in unseren drei Kindertagesstätten und im Bauhof ist es auch 2019 wieder gelungen, viele Aufgaben zu bewältigen. Mit Engagement und Ausdauer, mit der Fähigkeit und mit dem Willen zur Leistung haben sie für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger ihren Dienst getan.

Dafür möchte ich allen städtischen Beschäftigten in Ihrem Namen meinen besonderen Dank aussprechen. Stellvertretend für alle, unserer anwesenden Stadtkämmerin Frau Sabine Geutner und Herrn Alexander Hermann. Sie darf ich bitten, diesen Dank an Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzugeben.

2. Stadtrat

Der Stadtrat und seine Ausschüsse sowie die von ihm eingesetzten Arbeitsgruppen haben im Jahr 2019 insgesamt 59 Sitzungen abgehalten, davon 11 Stadtratssitzungen.

Für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2019 und für die große parteiübergreifende Zustimmung bei vielen Vorhaben und Beschlüssen darf ich mich auch im Namen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtverwaltung sehr herzlich bei Ihnen bedanken.

Danken möchte ich meinem Stellvertreter 2. Bürgermeister Simon Giegerich für die stets vertrauensvolle, loyale Zusammenarbeit und für die zuverlässige Übernahme der angefallenen Urlaubs- und Sitzungsvertretungen. In 2019 waren das ja einige.

Besonders danken möchte ich allen Stadträten, die eine besondere Verantwortung übernommen haben:

·         Unserem 2. BM Simon Giegerich für den Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss mit Peter Klemm, Hans Schmittner, Klaus Fischer, Richard Knecht als weiteren Mitgliedern sowie für den Vorsitz in der Arbeitsgruppe Finanzen mit Axel Reis, Klaus Fischer, Jochen Braun und Hans Schmittner als weiteren Mitgliedern.

·         Ich danke unserem Kollegen Hubert Klimmer für die Leitung der Arbeitsgruppe Mainanlagen mit den Kollegen Hedi Bast, Manfred Schmock und Simon Giegerich als weiteren Mitgliedern.

·         Ich danke den Kollegen Dr. Ralf Hauenschild und Katja Heinz für ihre Tätigkeit als Jugendbeauftragte des Stadtrats.

·         Frau Kollegin Katja Heinz danke ich besonders für die Übernahme von Aufgaben der Stadtjugendpflege während der Zeit der Vakanz der hauptamtlichen Stelle und vor allem für den Betrieb unserer Minigolfanlage in Eisenbach während der letzten Sommerferien.

·         Ich danke unserem Kollegen Stefan Breunig für seine Aktivitäten als Beauftragter der Partnerschaft mit Aszòd.

·         Und ich danke den Fraktionsvorsitzenden Christopher Jany, Jürgen Wolf, Axel Reis und Dr. Ralf Hauenschild für ihre Bereitschaft, die politische Arbeit in den Fraktionen zu koordinieren und die Stadtratssitzungen gut und zielgerichtet vorzubereiten.

3. Stadt

abgeschlossene Projekte

Im Jahr 2019 wurden mehrere Projekte fertiggestellt bzw. „eingeweiht“.

Im März haben wir den neuen Parkplatz „Römergässchen“ offiziell seiner Bestimmung übergeben. Für Besucher von Behörden, für Mitarbeiter städtischer Einrichtungen und für Kunden in Obernburger Geschäften stehen dort 64 neue Stellplätze in kurzer fußläufiger Entfernung zur Innenstadt zur Verfügung.

Am 19. Mai wurde der neue Beach-Volleyball-Platz am Salztrögweg eingeweiht. Er stellt eine attraktive Ergänzung zu der bereits vorhandenen Skateranlage und dem Sportparcours dar.

Am 24. September haben wir dem Amtsgericht Obernburg unser umgebautes Ämtergebäude offiziell übergeben. Dort sind termingerecht seit Mitte April das Nachlassgericht, das Familiengericht und das Betreuungsgericht untergebracht. Die Fassade des Ämtergebäudes wurde neu angestrichen, und zwar nach einem Farbkonzept, nach dem nach und nach alle städtischen Gebäude gestaltet werden sollen, damit sie als solche wieder erkennbar sind.

Seit einigen Tagen steht der Brunnen, der früher vor dem Rathaus stand, jetzt im Rosengarten und wird abends angeleuchtet.

Und die Sitzgruppe am linken Mömlingufer, durchgeführt von der Firma Fischer mit Unterstützung der Eisenbacher AktivBürger ist ebenfalls fertig geworden.

Projekte in Arbeit:

Aufgrund gestiegener Einwohnerzahlen und eines geänderten Anmeldeverhaltens vor allem im Bereich der Kinder zwischen 1 und 3 Jahren müssen wir unsere Kinderbetreuungskapazitäten dringend erweitern.

In den frei gewordenen Räumen im Erdgeschoss des Stiftshofs wird eine neue provisorische 2-gruppige Kinderkrippe eingerichtet. Unser städtisches Bauamt, die beauftragten Firmen, unsere beiden Hausmeister Uwe Schmitt und Mathias Hinze sowie die beiden KiTa-Leiterinnen Katja Roth und Frau Lebert-Reis haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Mit vereinten Kräften sorgen sie dafür, dass wir unsere Zusage an die Eltern einhalten können, fristgemäß am 07.01.2020 in Betrieb zu gehen. Das dafür erforderliche Erzieher-Personal haben wir bereits eingestellt.

In Planung ist die Erweiterung der Kita Abenteuerhaus in Eisenbach mit je zwei weiteren Kindergarten- und Kinderkrippengruppen.

Das Projekt “Umbau des alten Kindergartens zur sozialen Integrationsstätte” ist seit einigen Wochen in der Realisierungsphase. Nach den Ausräum- und Entkernungsarbeiten wurde vor Kurzem im Erdgeschoss eine neue Bodenplatte eingezogen. Zurzeit wird die alte Treppe ausgebaut und der Einbau eines Aufzugs vorbereitet.

Ins Stocken geraten ist der Bau des Platzes Lindenstraße / Burenstraße. Die Ausschreibung musste aufgehoben werden, weil die angebotenen Preise weit über der Kostenschätzung gelegen haben. Die Maßnahme wurde in kleinere Gewerke aufgeteilt. Die Arbeiten sollen zu Beginn des neuen Jahres erneut ausgeschrieben werden.

Sorgenkind Wald

Durch die extremen Wetterlagen in den Sommern 2018 und 2019 (Hitze, Trockenheit) haben wir große Probleme mit unserem Wald. Hitze und Trockenschäden sowie der Fichtenborkenkäfer haben ihm sehr zu schaffen gemacht. Wir haben große Mengen an Schadholz zu verzeichnen. Mit diesen Problemen sind wir nicht alleine auf der Welt. Viele andere Gemeinden haben ebenfalls damit zu kämpfen.

Hinzu kommt, dass es durch geschwächte, geschädigte oder abgestorbene Bäume eine erhöhte Gefahr beim Betreten des Waldes gibt. Es gilt zwar der „Grundsatz des Betretens auf eigene Gefahr“, d.h. mit den so genannten waldtypischen Gefahren des Abbrechens von Ästen muss man immer rechnen. Gleichwohl prüfen wir regelmäßig die Verkehrssicherheit an öffentlichen Wegen, Erholungseinrichtungen und Parkplätzen und beseitigen erkannte Gefahrenquellen zeitnah.

 „Megathema“ Trinkwasser:

Das Thema Trinkwasser und die dazu gehörende Infrastruktur waren auch 2019 wieder eine „Großbaustelle“. Aktuell haben wir im laufenden Jahr bisher 107    Wasserrohrbrüche zu verzeichnen. Prozentual bedeutet das eine Reduzierung um ca. 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 35 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2017.

Die Rohrbrüche gehen kontinuierlich zurück, beschäftigen uns aber immer noch auf einem recht hohen Niveau.

Für sehr bemerkenswert halte ich die Tatsache, dass wir in 2019 bisher 60.000 Kubikmeter weniger Grundwasser gefördert haben.

Bei der Grundwassersituation beobachten wir die gleiche Entwicklung wie in der Region oder auch landesweit. Durch vermehrte Trockenphasen sinken die Grundwasserstände kurzfristig relativ stark, bleiben jedoch im langfristigen Mittel noch relativ konstant. Die Versorgungssituation bezeichnet unser Wassermeister Timo Bernard trotzdem als gut, weil uns das benötigte Grundwasser nach wie vor in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht.

Im Leitungsnetz war die fristgerecht beendete Sanierung der Trinkwasserleitung in der Sudetenstraße und in einem Teilstück der Wilhelm-Hefner-Straße das Highlight des Jahres 2019. Diese Maßnahme bringt uns zufriedene Anwohner und weniger Reparaturkosten.

Fazit: Das Konzept “Sanieren statt Reparieren” geht auf und zeigt seine ersten Früchte.

Thema Finanzen:

Das alles kostet Geld. Im April haben wir mit 33 Mio Euro Gesamtvolumen einen Rekordhaushalt verabschiedet.

Das Landratsamt Miltenberg hat unseren Haushalt rechtsaufsichtlich geprüft und uns dazu eine sehr erfreuliche Mitteilung gemacht. Es hat uns bestätigt, dass unsere finanziellen Verhältnisse aktuell und mittelfristig “im geordneten Bereich“ liegen. Unsere Einnahmen sind stabil auf einem hohen Niveau. Unsere Ausgaben liegen deutlich darunter, sodass wir im Jahr 2018 eine tatsächliche Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt in Höhe von 4,4 Millionen Euro erwirtschaften konnten.

Unsere Schulden haben wir kontinuierlich weiter abgebaut von 8,5 Millionen Euro zu Beginn des Jahres auf 6,8 Millionen Euro am Jahresende.

Thema Stadtentwicklung:

Die Erschließung des neuen kleinen Baugebiets “Mühlenblick” in Eisenbach ist weitgehend abgeschlossen. Die Hälfte der Grundstücke ist verkauft. Vier Doppelhaushälften sind im Bau. Das verstärkt den Zuzug in unsere schöne Stadt mit all den attraktiven Angeboten, die wie bei uns vorhalten.

Die DSL-Verkabelung der Außenbereiche bzw. der Aussiedlerhöfe konnte in diesem Jahr mit finanzieller Förderung durch den Freistaat Bayern weitgehend abgeschlossen werden. Jetzt fehlt nur noch der Neustädter Hof.

Seit vielen Jahren gibt es unser städtisches Förderprogramm für private Einzelmaßnahmen innerhalb des Sanierungsgebiets. Es hat sich bewährt und wird sehr gut von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen. In diesem Jahr haben wir ein weiteres städtisches Förderprogramm aufgelegt, nämlich für Geschäftsflächen. Es dient der Förderung von Gewerbetreibenden, die im Sanierungsgebiet Gewerbeimmobilien baulich ertüchtigen oder erneuern wollen. Hauptziel ist die Stärkung der Altstadt und der Erhalt bzw. Ausbau ihrer zentralen Versorgungsfunktion.

Thema Veranstaltungen

Im Jahr 2019 hatten wir wieder zahlreiche und vor allem schöne Veranstaltungen. Unter der Federführung der Stadt und des StadtmarketingVereins standen folgende Events:

l  die vier verkaufsoffenen Sonntage, die immer unter einem eigenen Motto stehen

l  die 3. Obernburger Jazznight mit Peter Linhart und in Kooperation mit dem Kulturreferat des Landratsamtes

l  das Altstadtfest im August

l  die “Römerstadt im Lichterglanz” mit dem Kunsthandwerkermarkt “HandGemacht”

Die Konzerte in den Mainanlagen “Verträumte Angelegenheit” und das “Beavers Mainfähren-Konzert hatten zwar externe Veranstalter. Mit Aufwand für die Stadtverwaltung und den Bauhof waren sie dennoch verbunden.

Die genannten sowie zahlreiche andere Veranstaltungen der Vereine, z.B. das Eisenbacher Mirabellenfest, die Serenade des Musikvereins Obernburg, der Historische Kaufmannszug, der Römerlauf etc. haben wieder viele Menschen nach Obernburg und Eisenach gelockt.

All das trägt zu einer lebens- und liebenswerten Stadt bei, in der wir auch in 2019 wieder ein großes Stück zusammengerückt sind.

Ausblick auf 2020:

Park-App:
Im September haben wir die Einführung einer Bezahl-App für Parkgebühr beschlossen. Start für das Bezahlen mit der “Parkster-App” soll im Februar 2020 sein. In allen mit einem Parkscheinautomaten bewirtschafteten Flächen werden Sie künftig auch per Smartphone bezahlen können. Die Parkgebühren sind identisch mit denen am Automaten. Gegenüber dem Barzahlen am Automaten ergibt sich der besondere Vorteil, dass man über die App ganz bequem die Parkzeit verlängern und auch verkürzen kann. Natürlich kann nach wie vor auch noch bar bezahlt werden. Mit der bargeldlosen Bezahlung der Parkgebühren werden wir die Ersten im Landkreis sein.

B 426:
Das Staatliche Bauamt Aschaffenburg hat vor einigen Tagen angekündigt, dass im kommenden Frühjahr die Fahrbahn auf dem Teilstück zwischen Ottostraße und Hardtring erneuert werden soll. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die Kreuzungen und die Lichtsignalanlagen umgebaut werden Das dient dazu, den Verkehr zu entschleunigen und vor allem den Kraftfahrzeugen von den Seitenstraßen auch bei viel Verkehr das Einbiegen in die B 426 zu ermöglichen.

Verkehrssituation Obernburg Nord:
In der heutigen Kreistagssitzung habe ich einen Vorschlag eingebracht, wie wir den Busverkehr aus dem Wohngebiet um das Schulzentrum in Obernburg-Nord herausbekommen können. Der Landkreis als Sachaufwandsträger der weiterführenden Schulen und wir als Standortgemeinde stehen hier gleichermaßen in der Verantwortung. Stadtrats- und Kreistagskollege Ansgar Stich fand meinen Vorschlag so gut, dass er sich ihm gleich angeschlossen hat.

Finanzen 2020:
Bei den Haushaltseckdaten für 2020 zeichnet sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal eine leichte Verbesserung der Einnahmesituation ab. Die am vergangenen Montag noch fehlenden Schlüsselzuweisungen sind mittlerweile bekannt. Sie werden in 2020 bei 1,41 Millionen Euro liegen. In 2019 waren es noch 1,35 Millionen Euro.

Abschließendes Thema „Ehrenamt“:

Auch 2019 haben sich wieder viele Menschen im Ehrenamt engagiert. Einige Bereiche möchte ich besonders hervorheben:

Der Stadtmarketingverein als Verein der Vereine, der Gewerbetreibenden und der Bürger ist jetzt seit 3 Jahren „am Markt“. Deswegen waren Neuwahlen im November.

Das Römermuseum unter der ehrenamtlichen Leitung von Eric Erfurth wird nach und nach zum Erlebnismuseum umgestaltet. Die Ausstellung “Wiederentdeckt! Obernburgs verborgene Schätze” im vergangenen Sommer hat viele Interessierte ins Museum gebracht.
Unsere Obernburger und Eisenbacher „AktivBürger“ haben wieder Großartiges geleistet, indem sie unentgeltlich und freiwillig Obernburg und Eisenbach noch ein Stückchen schöner gemacht haben.
Unser Seniorenbeirat hat mit der Aktion “Tatsachen” ein wirklich sehr gutes und sinnvolles Hilfsprojekt aufgelegt. Zusammen mit Frau Angelika Spalek vom Caritas-Kreisverband Miltenberg wurde dieses Nachbarschaftshilfe-Projekt entwickelt und ins Leben gerufen.

Allen ehrenamtlich und freiwillig Tätigen spreche ich an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für ihre zahlreichen Beiträge für ein lebhaftes Obernburg aus.

Danken möchte ich auch allen Gewerbebetrieben, Arbeitgebern sowie unseren Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihren Steuern und Abgaben dafür sorgen, dass wir unsere zahlreichen Aufgaben auch finanzieren können.

Ich komme zum Schluss und wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr 2020.

Vielen Dank!

Ihr
Dietmar Fieger
1. Bürgermeister

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