Stadt Obernburg Stadt Obernburg

Haushaltsentwicklung: Quartalsbericht

09.10.2019
Positive Haushaltsentwicklung. Kämmerin Geutner legt Quartalsbericht vor

Positive Haushaltsentwicklung in Obernburg.
Stadtkämmerin Geutner legt Quartalsbericht vor.

In der jüngsten Sitzung des Obernburger Hauptausschusses hat Kämmerin Sabine Geutner ihren turnusmäßigen Quartalsbericht zum städtischen Haushalt vorgelegt. Geutner wies darauf hin, dass sich das Zahlenwerk im Verlauf des Jahres insgesamt positiv entwickelt habe. Besonders die städtischen Einnahmen bewertete sie zum Stichtag 30.09. als „insgesamt sehr positiv“.

400.000 Euro mehr Gewerbesteuer

Ein wichtiger Punkt für dieses Zwischenfazit ist die Entwicklung der Gewerbesteuer. Bis zum Jahresende erwartet die Stadtkämmerin in diesem Bereich Mehreinnahmen in Höhe von 400.000 Euro. Zum Zeitpunkt der Haushaltsverabschiedung im vergangenen April waren 2,5 Millionen Euro eingeplant gewesen. Nach den jetzigen Prognosen werden es am Jahresende 2,9 Millionen Euro sein. Bürgermeister Dietmar Fieger äußerte sich erfreut, dass in Obernburg von einem gedämpften Konjunkturbild bislang noch nichts zu spüren sei.

Der größte städtische Einnahmeblock ist der Gemeindeanteil an den Gemeinschaftssteuern. Hier schlägt die Beteiligung an der Einkommensteuer und an der Umsatzsteuer nach derzeitigem Stand mit 3,5 Millionen Euro zu Buche. Bis zum Jahresende werden insgesamt 6,7 Millionen Euro erwartet. An Schlüsselzuweisungen sind bereits 1 Million Euro eingegangen. Von den geplanten 2,9 Millionen Euro Gebühren haben die Bürgerinnen und Bürger bereits 2,1 Millionen Euro in der Stadtkasse eingezahlt.

Der größte Posten auf der Ausgabenseite sind die Personalkosten. Mit Stand zum 30.09. wurden bisher 4,1 Millionen Euro ausgegeben. Der Haushaltsansatz in Höhe von insgesamt 6,3 Millionen Euro wird auch in diesem Jahr wieder ausreichen, um die im letzten Quartal noch anfallenden Personalkosten zu decken.

Weniger Wasserrohrbrüche als im Vorjahr

Im Bereich der Wasserversorgung zeichnet sich eine leicht positive Tendenz ab. Wassermeister Timo Bernard hatte mitgeteilt, dass am 30. September exakt 87 Wasserohrbrüche zu verzeichnen waren. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 103, also 16 Rohrbrüche mehr. Trotzdem wies die Stadtkämmerin darauf hin, dass die Ausgaben in der Wasserversorgung eine steigende Tendenz aufweisen. Dies sei vor allem höhere Kosten je Einzelfall und auf allgemein gestiegene Kosten für Reparaturen zurückzuführen.

1,6 Millionen Euro weniger Schulden als im Vorjahr

Am 30.09.2018 hatte die Stadt noch einen Schuldenstand von 8,6 Millionen Euro. Innerhalb eines Jahres konnte die Schulden um 1,6 Millionen Euro auf aktuell 7,0 Millionen reduziert werden. Diese stattliche Minderung binnen Jahresfrist ist vor allem auf eine Sondertilgung in Höhe von 1 Million zurückzuführen. Bis zum Jahresende steht noch eine weitere Schuldentilgung in Höhe von 200.000 Euro. Der Gesamtschuldenstand beträgt dann 6,8 Millionen Euro und damit 40 Prozent weniger als noch im Jahr 2014.

Das bedeutet weniger Zinszahlungen und damit mehr Handlungsspielraum für die Umsetzung von Projekten. Bei der Abwicklung der Projekte, die in der letzten Stadtratssitzung vorgestellt worden sind, wird die Stadt auch in diesem Jahr wieder ohne eine Neuverschuldung auskommen.

Kategorien: Amtliche Mitteilungen, Pressemitteilung Stadt Obernburg